Archiv der Kategorie: Stadtentwicklung

Nutzer stellen sich vor: Tim Pickartz, Freier Künstler

Bildschirmfoto 2015-01-12 um 19.25.44Zwischennutzungen sind eine einmalige Gelegenheit für noch nicht etablierte Künstlerinnen und Künstler sich ohne institutionelle Barrieren im Stadtbild zu positionieren. Ein Projekt wie „Perspektive: Abriss.“, welches ich im Sommer 2014 gemeinsam mit Miriam Schröder am Königsplatz initiiert habe, hat gezeigt, wie bereichernd gerade der Dialog untereinander aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt für die künstlerische Arbeit ist. Dies gilt auch und im Besonderen für den Zwischenstand e.V. da dort bereits ganz unterschiedliche Akteure kollaborieren uns so eine breitere Öffentlichkeit generieren, als es die oder der einzelne könnte.

Tim Pickartz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fach Kunst /Textil, Universität Paderborn,
Freier Künstler, Gründungsmitglied Zwischenstand e.V.

Nutzer stellen sich vor: Karin Hartmann, Freie Architektin und Journalistin

DSC_0019aa kleiner beschnZwischennutzungen sind umgesetzte Nachhaltigkeit – sie nutzen das Gegebene weiter, ohne es zu bewerten. Gleichzeitig bereichern sie die Stadt um ein Stück Unvorhersehbarkeit und erzeugen damit spannende Stadträume. Damit schlagen Zwischennutzungen einen wichtigen Bogen von der Nachhaltigkeit zur Baukultur.

Karin Hartmann, Freie Architektin und Journalistin
Gründungsmitglied Zwischenstand e.V.
Ansprechpartnerin Chancenräume Königsplätze

Nutzer stellen sich vor: Carsten Schade, Freier Künstler und Architekt

Carsten Schade 2015-01-11 Porträt„Man stellte mich zwischen dem ‚nicht mehr‘ und dem ‚noch nicht‘.“
Frei nach Eduardo Chillida ist das Zwischennutzungsprojekt für mich eine Art, an seine Umgebung heranzutreten, diese wahrzunehmen und Kontakt mit ihr und den Mitmenschen aufzunehmen.

Carsten Schade, Freier Künstler und Architekt
Vorstand Zwischenstand e.V.

Pressebericht: Blickfang im Mariengässchen, NW 08.12.14

Die Neue Westfälische berichtete am 08.12.2014 zum Projekt Ankommen:

Blickfang im Mariengässchen
Ein etwas anderer Adventskalender

Paderborn. Einen etwas anderen Adventskalender findet man derzeit im Mariengässchen. Dort hat der Künstler und Architekt Carsten Schade zusammen mit „any collective“, einem Zusammenschluss verschiedener Kunstschaffender, einen begehbaren Adventskalender installiert. Ab sofort gibt es hier, wie es sich für einen richtigen Adventskalender gehört, bis zum 24. Dezember jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Carsten Schade | ©Daniel Höing

Carsten Schade | ©Daniel Höing

Kernstück des begehbaren Adventskalenders ist ein Podest inmitten des Mariengässchens, auf dem jeden Tag eine neue Überraschung präsentiert wird. Eine Besonderheit der künstlerischen Intervention mit dem Titel „Ankommen“, abgeleitet aus dem Lateinischen adventus „Ankunft,“ sind dabei zwei Spiegel, die so im Mariengässchen positioniert werden, dass es erstmals möglich ist, durch das gesamte Mariengässchen hindurch zu schauen. Es entsteht so eine direkte Sichtbeziehung zwischen dem Königsplatz und dem Marienplatz.

Der Gedanke, der hinter diesem künstlerischen Adventskalender steht, welcher im Rahmen des Projekts Zwischennutzung der Leerstände an den Königsplätzen in Paderborn entstanden ist, ist sehr vielschichtig.

Die Kunstschaffenden möchten durch das Podest mit den wechselnden Objekten dazu ermutigen, die Geschwindigkeit zu verringern – in der oft nur allzu hektischen Vorweihnachtszeit.

Passanten im Mariengässchen können angeregt durch den Adventskalender kurz innehalten und auch mit ihren Gedanken „Ankommen“, womit wiederum ein Bezug zu der Bedeutung des „Advents“ hergestellt wird.

Darüber hinaus thematisieren die im Adventskalender präsentierten Gegenstände, alles funktionsfähige aber gebrauchte Gegenstände, Fragen im Spannungsfeld von Konsum und Nachhaltigkeit.

Rückblick Vortrag ZZZ Bremen, 08.08.2014

Im Rahmen der Intervention Perspektive: Abriss. veranstaltete die Initiative Baukultur, Paderborn in Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn den Vortrag Schlafende Häuser wecken – vier Jahre ZZZ in Bremen.

Daniel Schnier (ZZZ Bremen), Karin Hartmann (Koordination Chanchenräume Königsplätze), Oliver Hasemann (ZZZ Bremen), Tim Pickartz, Miriam Schröder (Kuratoren Perspektive: Abriss.) | ©Stadt Paderborn

Daniel Schnier (ZZZ Bremen), Karin Hartmann (Koordination Chancenräume Königsplätze), Oliver Hasemann (ZZZ Bremen), Tim Pickartz, Miriam Schröder (Kuratoren Perspektive: Abriss.) | ©Stadt Paderborn

Der Vortrag fand statt im ehemaligen HoT in der Marienstraße 24. Hier stellten die Gründer der ZwischenZeitZentrale Bremen, Daniel Schnier und Oliver Hasemann ihre erfolgreiche Arbeit mit Zwischennutzungen in der Hansestadt vor.

Die ZwischenZeitZentrale wurde 2009 gegründet und war bis 2012 ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des BMVBS und des BBSR. Bis 2016 wird die die ZZZ durch verschiedene Ressorts der Stadtgemeinde Bremen gefördert. 2012 entstand im Ergebnis einer bundesweiten Konferenz zum Thema Zwischennutzungen die Publikation Second Hand Spaces. Seit ihrer Gründung hat die ZwischenZeitZentrale Bremen viele brachliegende Immobilien wieder in Nutzung gebracht, von temporären Nutzungen in der Innenstadt über die Weiternutzung brachliegender Gewerbeflächen bis hin zur Umwandlung des versiegelten Lucie-Flechtmann-Platzes in ein Urban-Gardening-Projekt.

Plakat zum Vortrag am 08.08.2014

Plakat zum Vortrag am 08.08.2014

Rund 50 Gäste informierten sich am 08.08.2014 zum Thema Zwischennutzung und hatten im Anschluss die Gelegenheit, die Kunstprojekte ein letztes Mal anzuschauen. Die Presse berichtete hier über das Kunstprojekt und den Vortrag der Experten.